Unsere Autor*innen bereisen die Welt, steigen aus, überwinden harte Schicksalsschläge und erzählen mutig ihre ganz persönlichen Geschichten. Wir stellen 5 Fragen, die alle Leser*innen brennend interessieren und die wir unseren Autor*innen selbst schon immer stellen wollten. Hier komen 5 Fragen an Karin Berndl und Nici Hofer, Autorinen von »Zwiebelwickel, Essigsocken und Co.«, »Pretty Natural« und »Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co.« .


Mit »Zwiebelwickel, Essigsocken & Co.« hattet ihr einen riesigen Bucherfolg. Meint ihr die zunehmenden Erkältungswellen, haben euch da unterstützt?

Wir glauben wir haben das Buch zum richtigen Zeitpunkt geschrieben. Unsere Familien waren immer schon offen für natürliche Heilmittel, aber wir haben gemerkt, dass unser Umfeld auch offener wurde und nicht immer gleich zu Antibiotika als erste Hilfe greifen wollte. Im Gespräch erinnerten sich viele an ihre eigene Kindheit und die Rezepte ihrer Mütter und Großmütter. Das bestätigte unser Gefühl, dass die Zeit reif war, die großartigen Rezepte unserer Familien in einem modernen Kontext wieder aufleben zu lassen.

Im Gegensatz zum Vorgänger, habt ihr nun in »Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co.« Hausmittel aus aller Welt zusammengetragen. Was hat euch dazu inspiriert?

Wir reisen beide sehr viel und gern. Neue Orte sind natürlich spannend, wenn es um regionale Naturheilmittel geht. Sich damit zu befassen, und ein weiteres Buch zu schreiben, das war eine logische Schlussfolgerung. Und zusätzlich hat unser multikulturelles Leben in London dazu beigetragen – neue Bekanntschaften, Gespräche beim Dinner und Marktbesuche bringen immer neue Anregungen, Informationen und Hinweise zur Naturheilkunde.

Welche Zutat würdet ihr wirklich als absolutes Wundermittel bezeichnen? Was hat euch überrascht?

Knoblauch, Knoblauch, Knoblauch. Natürlicher Blutverdünner, antiviral, antibakteriell. Wir finden, dass jedes Spital vorbeugend und heilend als Vorspeise frisch gepresstes Knoblauchbrot servieren sollte. An zweiter Stelle steht Lavendel, ein seit Römischen Zeiten altbekanntes Desinfektionsmittel, welches aber in Vergessenheit geraten ist. Desinfizierend und regenerierend zugleich.

Wird in England schnell mal zu einer Tablette gegriffen, obwohl es auch ein Hausmittel tun würde? Und wenn ja, warum?

Absolut, das ist hier einfach ein kultureller Unterschied. Das merkt man zum Beispiel in der Apotheke. Hier gibt es nicht dieselbe Auswahl an heilenden Teesorten, die empfohlen werden, und leider werden tatsächlich gern Tabletten ausgegeben – während wir Österreicher es gewöhnt sind, dass Apotheken die heilende Wirkung von Tees anerkennen und verschreiben.

Eure Bücher sind immer wunderschön bebildert und zum Staunen schön. Wie lange dauert es in etwa, bis ihr ein Bild zu einem Rezept arrangiert habt?

Ein paar Stunden zum Arrangieren, aber die Vorarbeit dauert etwas länger, da wird entschieden welche Accessoires verwendet werden könnten und welche Hintergründe am besten passen.

Vielen Dank für eure Antworten, liebe Karin, liebe Nici!


Wenn ihr mehr über »Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co.« erfahren wollt, schaut doch mal hier vorbei.

Cover von Pfefferwickel – Traditionelle Hausmittel aus aller welt blau und gelb