Das Amazonas-Gebiet ist ein vielfältiges Fleckchen Erde. Wir kennen nur einen Bruchteil der Tier- und Pflanzenwelt, die dort zu finden ist. Viele der dort lebenden Arten und Geschöpfe sind kaum bis gar nicht erforscht.

Die Naturforscherin Sy Montgomery reiste bereits mehrfach in die Zauberwelt des Amazonas. Ihr neues Buch »Der Ruf der rosa Delfine« erzählt davon, wie sie sich auf die Suche nach einem mystischen Flussbewohner machte. Denn über die rosa Delfine gibt es jede Menge Geschichten, aber nur ganz wenig Forschung.

Während Sy Montgomery eigentlich ein Auge auf die rosa Delfine geworfen hat, entdeckt sie aber noch so viel mehr. Das Amazonas-Gebiet ist der Ort auf der Welt, an dem es die größte biologische Vielfalt gibt. Leider sind auch unzählige Arten vom Aussterben bedroht, oder schon verschwunden. Im Durchschnitt sterben dort 100 Arten pro Tag aus. Dies hat viele Ursachen, die Sy Montgomery in ihrem Buch auch anreißt.

Ich möchte euch gerne fünf Arten vorstellen, die im Amazonas-Gebiet leben und leider stark vom Aussterben bedroht sind.

Der rosafarbene Amazonas-Delfin

Ja, leider steht der Boto (so nennt man ihn auch) auf der Liste der gefährdeten Arten. Weil er im Buch von Sy Montgomery eine so zentrale Rolle spielt, möchte ich ihn hier auch gleich an erster Stelle nennen.

Die Farbe der Amazonasdelfine verändert sich übrigens erst mit dem Alter. Jungtiere sind silbergrau, ältere Delfine werden dann rosa. Der Boto wird getötet, weil er für die Fischer der Region ein Konkurrent ist. Oder er kommt um, weil er unbeabsichtigt ins Netz gerät. Die Überreste der rosa Delfine werden dann oft als Köder beim Fischfang genutzt. Leider wird der Delfin immer häufiger nur für diesen Zweck gewildert, obwohl das Töten der Amazonas-Delfine streng verboten ist.

Aber auch durch die zunehmende Zerstörung des Waldes und Verbauung der Flüsse verliert das Tier schlichtweg seinen Lebensraum und sein Jagdrevier.


Der Flachlandtapir

Der Flachlandtapir ist das größte heimische Säugetier Südamerikas und man findet ihn in den dichten Wäldern des Amazonas. Er bringt bis zu 250kg auf die Waage. Leider wird er gerne gejagt, da das Fleisch und die Häute sehr begehrt sind. Teilweise hat das schon dazu geführt, dass die Bestände lokal komplett verschwunden sind. Allerdings führt auch hier zusätzlich die fortschreitende Zerstörung des Lebensraums zu einer Bedrohung der Art.

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Der Rotkehl-Brilliantkolibri

Diese Art gehört mit einer Körperlänge von etwa 12cm zu den kleinsten Vögeln der Welt. Erstmals wurde er 1860 beschrieben, aber es sind nur wenige, gesicherte Daten bekannt. Allerdings hat er, so wie alle Kolibriarten, ein wunderschönes, buntes Gefieder. Leider ist auch diese Art gefährdet.

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Der Riesenotter

Der Riesenotter

Der Riesenotter kann bis zu 2 Meter lang werden und ist unglaublich sozial. Riesenotter leben in Gruppen bis zu 10 Tieren und sie spielen und jagen zusammen und ziehen auch ihre Jungen gemeinsam groß. Mittlerweile findet man die Riesenotter nur noch in sehr begrenzten Gebieten. Durch die zunehmende Überfischung fehlt den Ottern ihre Nahrungsgrundlage und außerdem werden sie wegen ihres Fells gerne gejagt.

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Die Arrauschildkröte

Die Arrauschildkröte ist mit bis zu 75cm Panzerlänge und einem Gewicht von bis zu 25kg die größte Süßwasserschildkröte. Schildkröten und ihre Eier gelten im Amazonas-Gebiet als Delikatesse. Weil es so einfach ist, Schildkröten zu fangen, sind die Tiere dort kurz vorm Aussterben. Allerdings bemühen sich seit Jahren Naturschützer*innen um den Fortbestand verschiedener Schildkrötenarten und eine Studie belegt, dass die Bestände sich langsam erholen.

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Dies ist ein Blogbeitrag von unserer Bloggerbotschfterin Ramona. Hier kommt ihr zu ihrem Blog und ihrem Instagram-Account.